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IRC-Anleitung

Diese Anleitung für IRC und mIRC basiert auf Torge Rademachers IRC-Anleitung, die wir mit seiner freundlichen Genehmigung verwenden durften. Herzlichen Dank an Torge!

Eine weitere ausführliche Einführung ins IRC findest du auf dem Webserver irc.fu-berlin.de

Inhalt

  1. Was ist IRC?
  2. Wie gelange ich ins IRC?
  3. Die wichtigsten IRC-Kommandos
  4. Jetzt bin ich im IRC und nun?
  5. Was ist ein Operator?
  6. Channel- und Usermodes
  7. Wie mache ich meinen eigenen Kanal auf?
  8. Was ist DCC?
  9. Antworten auf häufig gestellte Fragen
  10. Wie soll ich mich im IRC verhalten?
  11. CTCP-Kommandos
  12. Weitere Befehle
  13. Zeichen und Abkürzungen
  14. Was sind Bots?

1. Was ist IRC?

IRC steht für Internet Relay Chat!
Das IRC ist ein weltweiter Zusammenschluß von Servern, über die man per Tastatur chatten kann. Man unterhält sich dabei in verschiedenen Kanälen (Channels), aber dazu später mehr. Um an so einer Unterhaltung teilzunehmen, benötigt man eine spezielle Software, den IRC-Client. mIRC ist einer von ihnen. Erfunden wurde das IRC 1988 von dem Finnen Jarkko Oikarinen. Es ist aber nicht jeder Server mit jedem verbunden, sondern es gibt verschiedene Netzwerke. Die wichtigsten von ihnen sind:

2. Wie gelange ich ins IRC?

Zunächst muß man sich einen IRC-Client herunterladen. Am weitesten verbreitet ist mittlerweile mIRC, ein IRC-Client für Windows. Auf diesen Client beziehen sich auch alle clientspezifischen Dinge in dieser Anleitung. Weitere IRC-Clients werden auf k'o's IRC-Seite vorgestellt.

Nachdem du dir einen IRC-Client heruntergeladen hast, muß du einige Einstellungen vornehmen.

  1. Full Name: Hier kannst du einen erfunden Namen oder so eintragen.


  2. E-Mail Address: Hier muß deine E-Mail-Adresse stehen.


  3. Nickname: Hier mußt du deinen selbstgewählten Nickname (= Spitzname) eintragen, unter dem du später im IRC unterwegs sein wirst.


  4. Alternative: Ein zweiter Nickname, falls der erste schon von jemandem belegt ist.


  5. Serveradresse: Hier einige Adressen deutscher IRCNet-Server. Achtung: einige deutsche Server erlauben nur Verbindungen von *.de-hosts!

    Aachen:

    irc.informatik.rwth-aachen.de

    Berlin:

    irc.fu-berlin.de

    Kaiserslautern:

    sokrates.informatik.uni-kl.de

    Karlsruhe:

    irc.rz.uni-karlsruhe.de

    München:

    irc.informatik.tu-muenchen.de

    Paderborn:

    irc.uni-paderborn.de

    Rostock:

    irc.informatik.uni-rostock.de

    Stuttgart:

    irc.uni-stuttgart.de

    Ilmenau:

    irc.tu-ilmenau.de

    Für AOL-Benutzer ist der Server irc.stealth.net (im mirc als IRCnet: US, NY, New York) zu empfehlen, da die anderen Server AOL-Benutzer oft nicht zulassen.

mIRC Setup

Hier noch einmal zum Anschauen alle Einstellungen grafisch.

Wichtig: Die IRC-Verbindung muß auf eine bereits bestehende TCP/IP Verbindung aufsetzen. Tip: Ich würde die winsock.dll direkt ins mIRC-Verzeichnis kopieren.

Nun auf Connect klicken, und dann dürfte eigentlich nichts mehr schiefgehen. Viel Spaß!

3. Die wichtigsten IRC-Kommandos

Um sich überhaupt im IRC bewegen zu können, solltest du dich erstmal mit diesen Kommandos vertraut machen. Jedes Kommando beginnt mit einem "/" am Anfang der Zeile!

Befehl

Beispiele und Erklärung

/join [Channelname]

Bsp: /join #trannie.de
Mit diesem Kommando betritt man einen Kanal. (hier #trannie.de)

/part [Channelname]

Bsp: /part #trannie.de
Hiermit verläßt man einen Kanal wieder.

/nick [neuer Nickname]

Bsp: /nick Trannie
Durch dieses Kommando läßt sich der Nickname beliebig verändern. (Hier "Trannie")

/query [Nickname]

Bsp: /query Trannie
Öffnet ein Dialogfenster zu dem jeweiligen Nick für ein Privatgespräch.

/msg [Nickname] [Text]

Bsp: /msg Trannie Hallo, wie geht's?
Sendet diesen Text zu dem Nickname, ohne ein Dialogfenster zu öffnen. Die Nachricht geht aber trotzdem nur an den jeweiligen Nick.

/notice [Nickname] [Text]

Bsp: /notice Trannie Ich muß in 5 Minuten weg.
Sendet eine Notiz an den jeweiligen Nick (ebenfalls, ohne ein Fenster zu öffnen).

/whois [Nickname]

Bsp: /whois Trannie
Zeigt Informationen über den Benutzer an, unter anderem seinen Namen und alle Channels, auf denen er sich befindet.

/away [Away-Message]

Bsp: /away Bin gleich wieder da!
Dieser Befehl meldet dich als abwesend. Immer wenn ein User ein /whois auf dich macht, sehen sie die Nachricht und daß du nicht da bist.

/list

Listet alle verfügbaren Kanäle auf.
Sollte allerdings nicht so häufig verwendet werden, weil die Datenmenge recht groß ist und man vom Server fliegen kann (wegen Flooding). Man sollte nach Möglichkeit die Auflistung etwas einschränken. Beispiele:
/list -min 5 -max 20 - Listet alle Kanäle mit mindestens 5 Usern und maximal 20 Usern auf.
/list #music - Listet alle Kanäle auf, in den "music" vorkommt (z.B. #germanmusic).

/me [Text]

Bsp: /me trinkt gerade ein Glas Wasser.
Das würde folgendermaßen wiedergegeben: *Trannie trinkt gerade ein Glas Wasser. ("Trannie" wird natürlich durch deinen momentanen Nickname ersetzt.)

/quit

(ohne Zusätze) Beendet die Verbindung zum Server.

Man kommt mit diesen Kommandos aus, solange man keinen eigenen Kanal eröffnet (dazu später).

4. Jetzt bin ich im IRC und nun?

Angenommen du hast einen IRCNet-Server angewählt und bist jetzt "connected". Die "Servernotizen", die eben in schwarzer Schrift an dir vorbeigerauscht sind, brauchst du zunächst nicht weiter zu beachten.

Damit im IRC nicht alle 20.000 User durcheinander reden, ist das IRC in viele Kanäle gegliedert. Vor jedem dieser Kanalnamen steht ein "#". (z.B. #Germany, #Hamburg, #trannie.de) Wenn du den Kanal betreten hast, laufen wahrscheinlich erstmal einige Nachrichten an dir vorbei. Die Nachrichten, die so beginnen: z.B. (Trannie) Hallo!; sind Nachrichten von den anderen "Chattern" (hier "Trannie"). Zu den anderen Nachrichten in blauer und grüner Schrift kommen wir gleich (erstmal nicht beachten). Im Kanal gibt es zwei verschiedene Arten von Usern. Einmal die "normalen" User und zweitens die Operator.

5. Was ist ein Operator?

Woran erkennt man einen Operator? Man erkennt ihn daran, daß rechts in der Namensliste eines Kanals ein "@" vor seinem Namen steht. Operator wird man dann, wenn man einen eigenen Kanal aufmacht. Ein Operator hat praktisch die gesamte Macht über seinen Kanal. Er kann zum Beispiel:

  • die "Macht" mit anderen Usern teilen (andere oppen)
  • andere User von seinem Kanal entfernen (kicken)
  • andere User sogar ganz ausschließen (bannen)
  • verschiedene Beschränkungen über den Kanal verhängen (dazu gleich mehr)

6. Channel- und Usermodes

Dies sind eigentlich keine Channelmodes:

Trannie has joined #trannie.de(trannie@...) Das bedeutet einfach nur, daß Trannie den Kanal #trannie.de betreten hat. Der Ausdruck in Klammern gibt seine Adresse an.
Trannie has part #germany(TRademacher@...) Trannie hat den Kanal verlassen.
Trannie has quit IRC (Tschüß) Das bedeutet, daß der User das IRC ganz verlassen hat. Der Text in den Klammern ist seine Abschiedsmessage.

Jetzt zu den richtigen Channelmodes:

Ein Beispiel: Trannie sets mode +t #trannie.de Das "sets mode" gibt an, daß es sich um einen "mode-Veränderung" handelt. An dem #trannie.de kann man erkennen, daß es sich um einen Channelmode handelt.

Es gibt die folgenden Channelmodes:

  • +i (invite only) Nur wer eingeladen wird, kann den Channel betreten.
  • +l [Useranzahl] (limited) Der Channel ist auf die angegebene Anzahl von Usern beschränkt.
  • +m (moderated) Nur Operator können sprechen.
  • +n (no messages) Keine externen Nachrichten zum Channel sind erlaubt.
  • +t (topic limited) Nur Operator können das Thema ändern.
  • +p (private) Der Channel ist privat, d.h. der Kanalname ist für externe User unsichtbar.
  • +s (secret) Der Channel ist geheim, d.h. zusätzlich sind auch noch die Benutzer unsichtbar.
  • +k [Keyword] (key) Channel kann nur mit Keyword betreten werden.

Setzen eines Channelmodes: /mode [channelname] [option ( + - )] Alle Kommandos können mit "-" statt "+" rückgängig gemacht werden.

Es gibt die folgenden Usermodes:

  • +i [nick] (invisible) Macht dich unsichtbar für alle, die nicht die genaue Buchstabierung deines Nicks kennen.
  • +b [address or nick] (banned) Verbannt den User (bzw. seine Adresse) vom Kanal.
  • +o [nick] (oppen) Gibt dem User OP-Status.
  • +v [nick] (voice) Gibt dem User eine "Stimme" auf einem Channel, auf dem nur Ops reden können. (+m)
  • +r [nick] (restricted) Dieser Mode bedeutet, daß der User einen beschränkten Zugang hat. Er ist von /mode, /kick und /topic-Befehl ausgeschlossen. Selbst wenn der User einen neuen Kanal erzeugt, erhält er kein Op-Status. Dieser Mode wird manchmal von Servern gesetzt, wenn der User einen Server angewählt hat, der zu weit entfernt ist, er sich nicht korrekt verhalten hat oder er nicht eindeutig zu identifizieren ist.

(+b, +v und +o sind so gesehen auch Channelmodes). Anwendung: /mode [nickname] [option (+ - )] Auch hier können alle Kommandos mit "-" rückgängig gemacht werden.

7. Wie mache ich meinen eigenen Kanal auf?

Wenn du mal aus einem dir unverständlichem Grund von einem Kanal gekickt werden solltet, dann rege dich nicht allzu doll auf, sondern mach selber einen Kanal auf, wo du Operator bist. Das geht ganz einfach: Du betrittst einfach einen Kanal, den es noch nicht gibt. z.B. /join #meintrannie.de. Jetzt bist du erstmal ziemlich allein auf diesem Kanal und mußt dir irgendwie andere "Leute" suchen, die auf deinen Kanal kommen wollen. Sei aber vorsichtig, wenn du auf anderen Kanälen Werbung für deinen Kanal machst; so etwas ist nicht gern gesehen und man handelt sich schnell einen "Kick" ein. Manchmal ist es den Preis allerdings wert. Du kannst User aber auch mit dem folgenden Befehl einladen:

/invite [Nickname] [Channelname] - Bsp: /invite Freund #meintrannie.de du mußt dich aber schon auf dem Kanal befinden.

Sucht dir zunächst einmal ein gutes Thema für deinen Kanal aus. Durch: /topic [Name deines Kanals] [neues Thema] - Das Thema kann beliebig oft gewechselt werden; sollte es allerdings nicht, weil es eine ziemlich hohe Netzlast verursacht.

Als Channelmodes würde ich erstmal +t und +n verwenden.

Wenn dich jemand irgendwie stört, dann kannst du ihn mit dem Befehl: /ignore [Nickname] einfach ignorieren. Bsp.: /ignore Nerver

Wenn dich jemand in deinem Kanal stört, auf dem du Operator bist, dann kannst du ihn einfach vom Kanal "kicken": /kick [Channelname] [Nickname] - Bsp: /kick #meintrannie.de Spinner Wenn das noch nicht reicht, kannst du den User auch bannen (s.o.).

8. Was ist DCC?

DCC steht für direct client connection. Wenn man DCC benutzt, wird eine direkte Verbindung zwischen zwei Usern hergestellt. Dabei handelt es sich um eine Verbindung zwischen zwei IP-Adressen, die nicht über den Server läuft. Die Verbindung bleibt also auch bestehen, wenn man nicht mehr mit dem IRC-Server verbunden ist. Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten DCC zu nutzen: DCC-Chat und DCC-Filetransfer. Der DCC-Chat verhält sich wie ein normales Dialogfenster (Query), nur das die Verbindung nicht über den Server geht, sondern direkt ist. Das gilt auch für den DCC-Filetransfer. Damit lassen sich bequem Daten zwischen zwei Usern austauschen.

Die Kommandos sehen so aus:

  • /dcc chat [nickname]
  • /dcc send [nickname] [filename]

Dies läßt sich aber auch bequemer mit den Icons in der mIRC-Taskleiste steuern.

9. Antworten auf häufig gestellte Fragen

Wie banne ich richtig?

Wenn du nur den Nick von jemandem bannst (Trannie!*@*), nützt dir das nicht allzuviel, denn so muß der gebannte User nur seinen Namen ändern, um den Kanal wieder betreten zu können. Zuerst muß man sich mal angucken, wie so eine User-Adresse überhaupt aufgebaut ist: Nick!Userid@Hostname (userid=Useridentification) Der Hostname wird einem bei jedem Connect vom DNS-Server seines Provider zugeteilt. Weil aber die meisten Provider dynamische IPs vergeben, bekommt man bei jedem Connect einen anderen Hostname. In der Regel bannt man also die User-ID und die Domain-Endung des Hostnames, die sich nie verändert. Also zum Beispiel: *!Fritz@*.aol.com Die Sternchen sind sogenannte Wildcards. Das heißt, für sie kann alles mögliche eingesetzt werden. Für diese Art von Bans gibt es aber schon vorgefertigte Banmasken. Das gleiche Ergebnis wie oben erreichst du auch, wenn du schreibst: /ban [nick] 3 - Die 3 gibt den eben beschriebenen Ban-Typ an. Wichtig ist aber, daß du das Prinzip verstanden habt. Die gleiche Art von Adress-Typs verwendet man auch im Auto-OP oder in der Ignore-List.

Was ist ein Netsplit?

Man spricht von einem Netsplit, wenn zwei oder mehrere Server ihre Verbindung trennen (sie splitten). Für dich sieht es dann so aus, als wenn die User vom anderen Server das IRC verlassen würden. Da steht dann z.B.: Trannie has quit IRC (uni-rostock.de) Trannie befindet sich dann meinetwegen auf dem einen gesplitteten Server (uni-rostock.de) und du auf dem anderen. Für die Leute auf dem anderen Server sieht es so aus, als wenn du das IRC verlässt, weil du dich ja auf dem anderen gesplittetem Server befindet. Wenn die Server sich später wieder verbinden (in der Regel geht das recht schnell), dann kommen die Leute vom anderen Server wieder in den Kanal. Die Leute, die OP waren, werden vom jeweils anderen Server wieder geoppt und die vorherigen Channelmodes werden wiederhergestellt. Man erkennt Netsplits daran, daß mehrere User vom selben Server zur gleichen Zeit "das IRC verlassen". Als Quit-Message werden die jeweiligen Namen der gesplitteten Server angezeigt. Es kommt also darauf an, aus welcher Perspektive man den Netsplit sieht. Entweder werden die Server von den IRCops (s.u.) aus technischen Gründen getrennt, oder sie können auch durch hohe Netzlast provoziert werden.

Was ist ein IRCop?

In dem Wort IRC-OP stecken die Worte IRC-Operator, aber auch das Wort COP (engl. für Polizist). IRC-OPs sind den Channeloperators übergeordnet. Sie sind für den reibungslosen technischen Ablauf im IRC verantwortlich. Jeder Server stellt einen oder mehrere IRC-OPs. Sie können auch einzelne User, die sich nicht korrekt verhalten haben, vom Server entfernen (killen). In der Regel greifen sie nicht in das normale Channel-Geschehen ein.

Was bedeutet "Nick/Channel is temporarily unavailable"?

Wenn ein User ganz plötzlich aus dem IRC verschwindet, dann bleibt sein Nick noch 15 Minuten gesperrt. So soll verhindert werden, daß Leute Netsplits dazu nutzen, um an andere Nicks zu kommen. Das gleiche gilt auch für Channels. Damit der Channel nicht bei einem Netsplit von anderen Usern übernommen werden kann, können User, die nicht schon vorher auf dem Kanal waren, ihn so lange nicht betreten. Es handelt sich hierbei also um einen Sicherheitsmechanismus der Server.

Was versteht man unter Lag?

Unter Lag versteht man die Verzögerung des Netzes oder einzelner Teile, die durch Überlastung entsteht. Es gibt verschiedene Formen: Entweder es laggt ein User, weil er auf einem bestimmten IRC-Server eingeloggt ist, der gerade laggt, weil er überlastet ist, oder es laggen alle oder zumindest viele User, weil das gesamte Netz überlastet ist. Lag kann also auf verschiedenen Ebenen auftreten. Im IRC macht er sich dadurch bemerkbar, daß einige User erst mit großer Verzögerung antworten. Wie finde ich heraus ob ich oder ein anderer User laggt? Siehe hierzu unter CTCP-Kommandos/ping

10. Wie soll ich mich im IRC verhalten?

Eigentlich ist es ziemlich egal, was für einen Nickname du dir aussuchst, aber Nicks wie z.B. "74^2]65[^" oder "hotfuck" sind in manchen Channels nicht sonderlich willkommen. Beim Betreten eines Kanals solltest du nicht jeden User einzeln begrüßen; eine allgemeine Begrüßungsmessage reicht völlig aus. Das gleiche gilt auch für das Verlassen eines Kanals (ausgenommen hiervon natürlich Leute, die du gut kennst). Wenn du nicht weißt, was du sagen sollst, stell nicht gleich überflüssige Fragen oder "sappel" einfach drauf los, sondern hör dir erst einmal in aller Ruhe an, worum es überhaupt geht. Das Topic sagt in aller Regel nicht sonderlich viel über den Gesprächsinhalt aus.

Fang nicht sofort ein Privatgespräch mit jemandem an, außer es geht um Channel-Angelegenheiten, sondern lernt denjenigen erst einmal in einigen Zeilen auf dem Kanal kennen. Was auch in den meisten Fällen auf Ablehnung stößt ist - wie oben schon gesagt - das Werben für andere Kanäle.

Was du auch unterlassen solltest, ist das Wiederholen von Zeilen (Flooding). Hierbei handelst du dir sonst sofort einen Kick, in schwereren Fällen sogar einen Kickban ein. Du solltest auch versuchen, nicht allzu schnell zwischen den einzelnen Kanälen hin und her zu zappen (Channel-Hopping). Wenn einer den Kanal betritt und dann gleich wieder verläßt, dann ist das für andere User oft ein wenig nervig. Auf größeren Kanälen läßt sich das allerdings ohnehin nicht vermeiden. Du solltest auch nicht gleich als erstes nach Alter und Geschlecht fragen. Was du nie tun solltest ist, um OP-Status zu betteln. Damit handelt man sich mit Sicherheit einen Kick ein und macht sich schnell unbeliebt. Ansonsten ist alles erlaubt! :-)

Weitere Informationen zur Netiquette im Chat bei netplanet.

11. CTCP-Kommandos

CTCP steht für: client-to-client-protocol. Mit den CTCP-Kommandos kannst du eine Reihe von Informationen über andere User einholen. Hier nun die wichtigsten Befehle und ihre Bedeutung:

Befehl

Beispiele und Erklärung

/ctcp [nick] ping

Bsp: /ctcp Trannie ping
Die Antwort könnte dann z.B. so aussehen: pong - ping reply 7sec. Du sendest also ein einfaches Ping und bekommst als Antwort ein Pong oder etwas Ähnliches. Die Zeit, die benötigt wird, bis du die Antwort erhältst, bezeichnet man als Lag. Normal ist eine Zeit unter 10 Sekunden. Wenn jemand, sagen wir mal, über 15 Sekunden liegt, dann laggt er.

/ctcp [nick] version

Mit diesem Befehl kannst du herausfinden, was für einen IRC-Client der andere User benutzt und in welcher Version.

/ctcp [nick] time

Hiermit kannst du herausfinden, wie spät es bei einem User ist. Dies ist interessant, wenn dieser sich zum Beispiel an einem ganz anderen Ende der Welt befindet.

/ctcp [nick] clientinfo

Hier wird angezeigt, welche CTCP-Befehle der Client des Users überhaupt unterstützt.

/ctcp [nick] userinfo

Hiermit bekommst du Informationen über den jeweiligen User, vorausgesetzt dieser hat hier etwas eingetragen.

/ctcp [nick] finger

Hier wird angezeigt, was der User als Namen im Setup eingetragen hat und seine genaue Idle-Zeit, die angibt, wie lange dieser nichts mehr gesagt hat.

12. Weitere Befehle

Befehl

Beispiele und Erklärung

/ame [Text]

Das selbe Kommando wie /me, nur daß die Message hier auf allen Kanälen angezeigt wird, auf denen du dich gerade befindest.

/dns [nick]

Gibt die IP-Nummer (Rechneradresse) des Users wieder.

/names [channel]

Listet die Nicks auf, die sich auf dem angegebenen Channel befinden. Nicht aber, wenn der channel +s ist oder sich der User im invisible-mode befindet.

/notify [nick]

Dieser Befehl fügt einen Nick der Notify-Liste hinzu. Immer wenn ein User mit diesem Nickname im IRC ist, wird es dir sofort angezeigt. Wenn du den gleichen Befehl nochmal ausführst, wird der Nick wieder aus der Notify-Liste gelöscht.

/onotice [channel]

Der gleiche Befehl wie /notice, nur daß die Notiz an alle Operator des entsprechenden Kanals verschickt wird.

/omsg [channel]

Wie /msg, nur daß die Nachricht an alle Operator des angegebenen Kanals geschickt wird.

/who [channel]

Funktioniert ähnlich wie /names, aber hier werden auch noch die Adressen mit angezeigt.

Weitere Kommandos auf der mIRC-Seite oder zum Beispiel auf der Website von irc.fu-berlin.de.

13. Zeichen und Abkürzungen

Im IRC gibt es sehr viele Abkürzungen und Zeichen. Hier sind die allerwichtigsten vorkommenden aufgelistet und erklärt

Abkürzung

Erklärung

:-)

fröhlicher Smiley

:-(

trauriger Smiley

*g*

"grin" - grinsen, ähnlich wie :-).

LOL

"laughing out loudly" - lautes Lachen

ROTFL

"rolling on the floor laughing" - sich vor Lachen auf dem Boden wälzen

BRB

"be right back" - bin gleich zurück

CU

see you

IMHO

in my humble opinion - meiner bescheidenen Meinung nach

AFAIK

as far as I know - soweit ich weiß

Um das "Gesicht" der Smileys zu erkennen, einfach den Kopf um 90 Grad nach links drehen.

Bei netplanet gibt es sehr ausführliche Listen von Smileys und Abkürzungen.

14. Was sind Bots?

Bots ist die Kurzform für Robot und bezeichnet IRC-Clients, die permanent online sind und in aller Regel zur Verwaltung bzw. Sicherung eines Channels dienen. Der bekannteste Bot-Typ ist Eggdrop. Dieser ist in C geschriebene Bot wird auf einer Unix-Shell mit permanenter Anbindung ans Internet "abgelegt" und läuft dort als Hintergrundprozeß. Eggdrop gestattet eine komfortable Benutzerverwaltung mit verschiedenen Zugriffsrechten und bietet sämtliche Schutzmechanismen zur Sicherung eines Channel. Wer Shells sucht: http://www.shells.com/.

 

© 1998 Torge Rademacher
© 2000 Frances

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Letzte Änderung am 02.09.2004 03:13:34
Webmistress: ArielleCD@arcor.de